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Einen Ablaufplan für einen Catering-Tag erstellen: so behalten Sie den Überblick

Kellnerin bringt Kaffee zu Gästen am Tisch

Ein Catering-Tag ohne klare Struktur wird schnell chaotisch, selbst wenn die Vorbereitung auf dem Papier gut war. Ein Ablaufplan legt fest, wer was wann macht, damit am Tag selbst jeder genau weiß, woran er ist. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie einen funktionierenden Ablaufplan erstellen, was hineingehört, und wie Sie ihn mit dem Ablaufplan des Kunden abstimmen.

Warum ein Ablaufplan mehr ist als ein Zeitplan

Ein Zeitplan sagt, wann etwas passieren muss. Ein Ablaufplan sagt auch, wer es macht, womit, und was passiert, wenn es etwas anders läuft als geplant. Diesen Unterschied merken Sie vor allem am Tag selbst: Bei einem Zeitplan muss trotzdem noch jemand entscheiden, wer die Teller abräumt oder wer die Bar übernimmt, sobald es voll wird. Bei einem Ablaufplan steht das schon fest.

Ohne Ablaufplan läuft ein Catering-Tag schnell auf Improvisieren hinaus. Das funktioniert gut, solange alles nach Zeitplan läuft, aber sobald etwas dazwischenkommt, ein Lieferant, der zu spät kommt, oder ein Gast, der früher eintrifft, entsteht genau dann Chaos, wenn Sie es am wenigsten gebrauchen können.

Was in einen guten Ablaufplan gehört

Ein funktionierender Ablaufplan ist so konkret, dass jemand, der ihn am Tag zuvor zum ersten Mal liest, genau weiß, was von ihm erwartet wird. Die Basis besteht aus:

So bauen Sie ihn Schritt für Schritt auf

Beginnen Sie beim Endpunkt: Um wie viel Uhr muss der letzte Gast weg sein, und wann muss die Location leer übergeben werden? Arbeiten Sie von dort rückwärts zum Beginn des Tages. So vermeiden Sie einen Ablaufplan, der auf dem Papier stimmt, aber in der Praxis zu wenig Zeit für den Abbau lässt.

Eine praktische Reihenfolge:

  1. Legen Sie die festen Zeiten fest: Ankunft an der Location, Beginn des Aufbaus, Moment des Empfangs, Ende der Veranstaltung.
  2. Verteilen Sie die Aufgaben pro Phase namentlich an Ihr Team.
  3. Gehen Sie den Ablaufplan einmal laut mit Ihrem Team durch, bevor Sie ihn endgültig machen. Dabei fällt oft auf, dass zwei Personen dieselbe Aufgabe übernehmen wollten oder dass niemand an etwas gedacht hat.
  4. Drucken Sie ihn aus oder teilen Sie ihn digital, aber sorgen Sie dafür, dass ihn am Tag selbst jeder bei sich hat, nicht nur Sie.

Stimmen Sie ihn mit dem Ablaufplan des Kunden ab

Bei größeren Veranstaltungen, wie Firmenfeiern oder Hochzeiten, hat der Auftraggeber oft selbst auch einen Ablaufplan: den Moment der Reden, den ersten Tanz, den Übergang vom Empfang zum Dinner. Ihr Ablaufplan muss dazu passen, nicht daneben laufen.

Fragen Sie deshalb immer nach dem Programm des Kunden, bevor Sie Ihren eigenen Zeitplan festlegen. Eine Rede, die sich zieht, bedeutet vielleicht, dass Sie das Hauptgericht fünfzehn Minuten später servieren. Wenn das schon als mögliche Abweichung in Ihrem Ablaufplan steht, ist das kein Problem. Wenn Sie nicht damit gerechnet haben, stehen Sie mit einer Küche voller Gerichte da, die kalt werden.

Ein Ablaufplan, der auch funktioniert, wenn etwas schiefgeht

Der beste Ablaufplan ist nicht für den Tag gemacht, an dem alles nach Plan läuft, sondern für den Tag, an dem das nicht der Fall ist. Bauen Sie deshalb bewusst etwas Puffer an den kritischen Momenten ein, und legen Sie vorab fest, wer entscheidet, wenn während der Veranstaltung etwas angepasst werden muss. Ohne diese Absprache stockt die Kommunikation genau in dem Moment, in dem Sie schnell reagieren müssen.

Heben Sie abgeschlossene Ablaufpläne auch nach der Veranstaltung auf. Bei einem wiederkehrenden Kunden oder einer Location ist ein früherer Ablaufplan der schnellste Weg, um beim nächsten Mal sofort eine gute Ausgangsbasis zu haben, statt wieder bei null anzufangen.

Häufig gestellte Fragen

Wie detailliert muss ein Ablaufplan sein?

So detailliert, dass jemand, der nicht bei der Vorbereitung dabei war, den Tag selbstständig begleiten kann. Bei einem kleinen Auftrag mit festem Team reicht oft eine halbe Seite, bei einer großen Veranstaltung mit vielen Aushilfen arbeiten Sie besser mit einem Zeitplan im Viertelstundentakt und einer klaren Aufgabenverteilung.

Wer erstellt den Ablaufplan: der Caterer oder der Kunde?

Meistens erstellt der Caterer seinen eigenen Ablaufplan, abgestimmt auf das Programm des Kunden. Bei größeren Veranstaltungen mit Eventplaner ist es üblich, dass dieser einen allgemeinen Ablaufplan teilt, an den Sie Ihre eigene Küchen- und Serviceplanung anpassen.

Was, wenn der Ablaufplan während der Veranstaltung nicht mehr stimmt?

Legen Sie vorab fest, wer vor Ort die Befugnis hat, Zeiten oder Aufgaben anzupassen. Meist ist das die Person, die vor Ort die Leitung hat. Ohne diese Klarheit entsteht Diskussion genau in dem Moment, in dem Sie eigentlich schnell eine Entscheidung brauchen.

Muss ich für jede Veranstaltung einen neuen Ablaufplan erstellen?

Nicht zwingend von null an. Bei wiederkehrenden Veranstaltungstypen, wie einem festen Firmenlunch oder einer jährlichen Hochzeitslocation, können Sie einen früheren Ablaufplan als Basis nutzen und nur die konkreten Details anpassen. Das spart Zeit und verhindert, dass Sie etwas vergessen, das beim letzten Mal schon gelöst war.

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