Mit dem Foodtruck auf ein Festival: Worauf Caterer achten müssen
Ein Festival ist für viele Foodtruck-Caterer der schönste und zugleich anstrengendste Tag der Saison. Tausende Gäste ziehen in kurzer Zeit an Ihrem Stand vorbei, und die Organisatoren stellen andere Anforderungen als bei einem geschlossenen Firmenevent. In diesem Artikel zeigen wir, worauf Sie achten müssen, von Genehmigung und Standplatz bis zum Tempo, wenn die Schlange nicht abreißt.
Was ein Festival von einem normalen Standort unterscheidet
Bei einem Firmenevent kennen Sie meist Gästezahl, Zeiten und Ort im Detail. Auf einem Festival arbeiten Sie mit viel mehr Unsicherheit: Wie viele Besucher an Ihrem Stand vorbeikommen, hängt vom Wetter, dem Programm und dem Standplatz ab, den Sie zugeteilt bekommen. Außerdem teilen Sie sich den Raum mit anderen Ständen, und der Veranstalter bestimmt die Regeln, nicht Sie.
Das verlangt eine andere Vorbereitung als ein geschlossenes Event: mehr Puffer beim Einkauf, eine Karte, die schnell zubereitet ist, und ein Team, das ein hohes Tempo gewohnt ist, ohne dass die Qualität leidet.
Genehmigung und Standplatz frühzeitig regeln
Die meisten Festivals haben ein eigenes Bewerbungsverfahren für Foodtrucks, unabhängig von der Veranstaltungsgenehmigung, die der Veranstalter selbst regelt. Fragen Sie frühzeitig nach den Standgebühren, der verfügbaren Strom- und Wasserversorgung an Ihrem Platz und eventuellen Einschränkungen bei der Art der Zubereitung (Frittieren, offenes Feuer, Gas). Größere Festivals wählen ihre Foodtrucks oft Monate im Voraus aus und arbeiten mit einer begrenzten Anzahl an Standplätzen pro Kategorie, je früher Sie sich also bewerben, desto größer die Chance auf einen guten Platz.
Volumen und Tempo: Kochen für einen konstanten Gästestrom
Eine Festivalkarte funktioniert am besten, wenn sie kurz ist: zwei bis drei Gerichte, die Sie schnell und gleichbleibend zubereiten können, statt einer langen Karte, die Ihr Team ausbremst, sobald die Schlange wächst. Bereiten Sie so viel wie möglich außerhalb der Stoßzeiten vor, damit Sie während des Andrangs nur noch fertigstellen müssen. Planen Sie auch für Spitzen, die nicht zum Programm zu passen scheinen, etwa wenn ein Headliner endet oder plötzlicher Regen alle zu den Ständen treibt.
Praktische Anforderungen vor Ort
Strom, Wasser und Entsorgung sind auf einem Festivalgelände selten selbstverständlich. Klären Sie vorab, ob Sie ein eigenes Aggregat mitbringen dürfen, wie viel Ampere Ihr Anschluss verträgt und wo Sie Grauwasser und Abfall entsorgen können. Sorgen Sie für zusätzliche Vorräte von allem, was Sie brauchen: Nachbestellen mitten auf einem Festivalgelände ist oft nicht möglich.
Häufig gestellte Fragen
Brauche ich eine gesonderte Genehmigung, um mit meinem Foodtruck auf ein Festival zu gehen?
Das läuft meist über das eigene Bewerbungsverfahren des Festivals, unabhängig von der Veranstaltungsgenehmigung des Veranstalters. Fragen Sie beim Veranstalter nach den Bedingungen für Standplatz, Strom und Art der Zubereitung.
Wie viel Vorrat sollte ich zu einem Festival mitnehmen?
Rechnen Sie mit mehr, als Sie erwarten zu verkaufen, mit Puffer für unerwartete Spitzen. Nachbestellen während des Festivals ist oft nicht möglich, ein Engpass kostet Sie also Umsatz, den Sie nicht mehr aufholen.
Wie halte ich das Tempo hoch, wenn die Schlange lang wird?
Beschränken Sie Ihre Karte auf wenige Gerichte, die Sie schnell und gleichbleibend zubereiten können, und bereiten Sie so viel wie möglich außerhalb der Stoßzeiten vor. So muss Ihr Team während des Andrangs nur noch fertigstellen.
Kann ich mein eigenes Aggregat auf einem Festival nutzen?
Das unterscheidet sich je nach Festival. Manche Standorte bieten Strom an, andere erlauben oder verlangen sogar ein eigenes Aggregat. Klären Sie das immer vorab mit dem Veranstalter.
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