Getränkepakete zusammenstellen: so holen Sie die beste Marge heraus
Ein Getränkepaket ist bei vielen Caterern genau die Stelle, an der die meiste Marge verschwindet, oder erst entsteht, je nachdem, wie Sie es aufbauen. In diesem Artikel zeigen wir, wann ein fester Betrag pro Person besser funktioniert als Abrechnung nach Verbrauch, wie Sie Korkgeld berechnen, ohne Gäste vor den Kopf zu stoßen, und wie Sie Wein-Speise-Kombinationen nutzen, um den durchschnittlichen Umsatz zu steigern.
Fester Betrag pro Person oder Abrechnung nach Verbrauch: wann was
Ein fester Betrag pro Person gibt dem Kunden vorab Klarheit und Ihnen einen planbaren Umsatz, aber Sie tragen das Risiko, wenn Gäste mehr trinken als im Durchschnitt. Die Abrechnung nach Verbrauch verlagert dieses Risiko auf den Kunden, verlangt aber eine genaue Erfassung während der Veranstaltung, sonst landen Sie hinterher bei einer Diskussion über Mengen, die niemand mehr nachprüfen kann.
Ein fester Betrag pro Person funktioniert am besten bei Veranstaltungen mit vorhersehbarem Trinkverhalten: ein zweistündiger Empfang, eine Hochzeit mit festem Programm. Die Abrechnung nach Verbrauch ist sinnvoller bei Veranstaltungen, deren Dauer oder Gästezahl sich verschieben kann, etwa bei einer Firmenfeier ohne festes Ende. Manche Caterer kombinieren beides: ein fester Grundbetrag für die erste Runde, mit Abrechnung nach Verbrauch für alles, was danach bestellt wird.
Korkgeld: so berechnen Sie es ohne Ärger
Korkgeld berechnen Sie, wenn ein Kunde seinen eigenen Wein oder eigene Getränke mitbringt, um die Marge auszugleichen, die Sie sonst auf dieses Getränk gemacht hätten. Problematisch wird es nur, wenn Sie es nicht vorab vereinbart haben. Nennen Sie den Betrag pro Flasche klar in Ihrem Angebot, zusammen mit dem Grund dafür: Service, Gläser und das Einschenken bleiben schließlich Ihre Aufgabe, auch wenn der Kunde die Flasche selbst mitbringt.
Eine Richtgröße, mit der die meisten Caterer arbeiten, liegt bei 8 bis 15 Euro pro Flasche, je nach Art der Veranstaltung und dem damit verbundenen Aufwand. Bei einer größeren Flaschenzahl können Sie ab einer bestimmten Menge einen niedrigeren Betrag pro Flasche in Betracht ziehen, damit es für den Kunden attraktiv bleibt, über Sie zu laufen, statt alles selbst zu organisieren.
Wein-Speise-Kombinationen als Margehebel, nicht nur als Geschmackstipp
Eine durchdachte Wein-Speise-Empfehlung verkauft sich von selbst: Gäste, die zwischen zwei Weinen zögern, entscheiden sich schneller für die teurere Option, wenn Sie erklären, warum sie besser zum Menü passt. Arbeiten Sie das im Angebot aus, nicht erst vor Ort. Eine kurze Erläuterung pro Gang, mit empfohlenem Wein dazu, erhöht die Chance, dass sich der Kunde für das umfangreichere (und profitablere) Getränkepaket entscheidet statt für die Basisvariante.
Dasselbe gilt für Spirituosen und Cocktails bei einem Empfang: ein paar gezielte Vorschläge funktionieren besser als eine lange Karte, bei der niemand richtig durchblickt.
Mocktails: als vollwertigen Bestandteil einrechnen
Ein alkoholfreies Angebot ist keine Nebensache mehr, die Sie kostenlos dazugeben. Bei jeder Veranstaltung mit einer breiteren Gästeliste gibt es einen Teil der Gäste, der nicht trinkt, und ein gut ausgearbeitetes Mocktail-Angebot verdient genauso viel Marge wie das alkoholische Paket, sofern Sie es auch entsprechend bepreisen. Nehmen Sie es deshalb standardmäßig in Ihr Getränkeangebot auf, statt es als lose Ergänzung zu behandeln.
Ein konkretes Rechenbeispiel
Angenommen: ein zweistündiges Empfangspaket mit Wein, Bier, Softdrinks und einer Mocktail-Option.
- Einkaufskosten Getränke pro Person: 6,50 €
- Margenaufschlag (ca. 60%): 4,00 €
- Verkaufspreis pro Person: 10,50 €
Bei 80 Gästen bringt dieses Paket 840 € Umsatz, mit 520 € Marge über den Einkaufskosten. Rechnen Sie solche Margen immer durch, bevor Sie einen Preis ins Angebot setzen, statt einen runden Betrag zu wählen, der sich "gut anfühlt".
Häufig gestellte Fragen
Welche Marge ist bei einem Getränkepaket üblich?
Die meisten Caterer arbeiten mit einem Aufschlag von 50 bis 70% auf die Einkaufskosten der Getränke, je nach Getränkeart und dem damit verbundenen Serviceaufwand. Spirituosen und Cocktails bringen in der Regel eine höhere Marge als Bier oder Softdrinks.
Muss ich immer Korkgeld berechnen, wenn ein Kunde eigene Getränke mitbringt?
Das ist nicht zwingend, aber ohne Korkgeld verlieren Sie die Marge, die Sie normalerweise auf dieses Getränk gemacht hätten, während Sie weiterhin Service und Gläser stellen. Die meisten Caterer berechnen es deshalb standardmäßig und nennen es vorab im Angebot, damit der Kunde nicht überrascht wird.
Wann ist Abrechnung nach Verbrauch besser als ein fester Betrag pro Person?
Abrechnung nach Verbrauch funktioniert besser bei Veranstaltungen, deren Dauer oder Gästezahl sich verschieben kann, etwa bei einer Firmenfeier ohne festes Ende. Sorgen Sie dann aber für eine klare Erfassung während der Veranstaltung, sonst entsteht hinterher Streit über die Endabrechnung.
Lohnt es sich, ein alkoholfreies Angebot separat zu bepreisen?
Ja. Ein alkoholfreies Angebot, das Sie kostenlos oder zum Selbstkostenpreis anbieten, lässt Marge liegen, die Sie genauso gut mitnehmen könnten. Bepreisen Sie es als vollwertigen Bestandteil Ihrer Getränkekarte, mit derselben Sorgfalt bei der Präsentation wie beim alkoholischen Paket.
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