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Wareneinsatz berechnen: So behalten Sie Ihre Kalkulation im Griff

Wareneinsatz berechnen: So behalten Sie Ihre Kalkulation im Griff

Der Wareneinsatz ist die Kennzahl, die Ihnen sofort sagt, ob ein Gericht wirtschaftlich funktioniert, noch bevor Sie überhaupt an Personal- oder Fixkosten denken. Wird er falsch oder gar nicht berechnet, wirkt ein Gericht auf dem Papier profitabel und frisst in Wirklichkeit Ihre Marge auf. In diesem Artikel zeigen wir, wie Sie den Wareneinsatz pro Gericht korrekt berechnen und was ein gesunder Zielwert für Caterer ist.

Die Grundformel

Der Wareneinsatz ist der Anteil der Zutatenkosten am Verkaufspreis eines Gerichts, ausgedrückt in Prozent. Ein Gericht, das 4 € an Zutaten kostet und für 16 € verkauft wird, hat einen Wareneinsatz von 25 Prozent. Die meisten Caterer streben je nach Art des Events einen Wareneinsatz zwischen 25 und 35 Prozent an, wobei Hochzeiten und formelle Anlässe oft niedriger liegen und lockere Buffet-Formate etwas höher.

Ein Gericht korrekt kalkulieren

Berechnen Sie die tatsächlichen Kosten jeder Zutat auf Basis der verwendeten Menge, nicht der Packungsgröße, die Sie eingekauft haben, und addieren Sie das Ganze pro Portion. Es ist verlockend, hier abzurunden, aber gerade die kleinen Posten, Kräuter, Garnitur, ein Schuss Öl, summieren sich über eine ganze Karte hinweg und werden bei einer groben Schätzung meist übersehen. Bauen Sie diese Kalkulation einmal pro Gericht auf und nutzen Sie sie wieder, statt bei jedem Angebot neu zu schätzen.

Was eine reine Wareneinsatz-Berechnung übersieht

Der Zutatenpreis allein ist nicht Ihr tatsächlicher Kostenfaktor. Verschnitt, verdorbene Ware und Portionen, die nicht verkauft werden, fressen die Marge auf, die ein sauberer Wareneinsatz auf dem Papier suggeriert. Ein Gericht mit einem guten Wareneinsatz von 22 Prozent kann in der Praxis eher wie 30 Prozent wirken, wenn ein Fünftel der Vorbereitung nie auf einem Teller landet. Vergleichen Sie über ein paar Events hinweg den tatsächlichen Verbrauch mit dem Einkauf, meist wird die Lücke sichtbar.

Die Kennzahl nutzen, um die Marge zu verbessern

Sobald Sie den Wareneinsatz pro Gericht kennen, sind die Stellschrauben meist einfach: eine teure, wenig auffällige Zutat gegen eine günstigere Alternative austauschen, die Portionsgröße bei Gerichten anpassen, die konstant zu großzügig ausfallen, oder eine Karte so aufbauen, dass günstigere Gerichte den Rahmen bilden und ein oder zwei teurere Positionen das Erlebnis tragen. Kleine, konsequente Anpassungen über die ganze Karte hinweg bringen mehr als die Jagd nach einer einzelnen teuren Zutat.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein guter Wareneinsatz für ein Cateringunternehmen?

Die meisten Caterer streben 25 bis 35 Prozent an, abhängig von der Art des Events. Formelle, servierte Anlässe liegen oft niedriger, lockere Buffet-Formate etwas höher.

Sollte ich Verschnitt in die Wareneinsatz-Berechnung einrechnen?

Im Idealfall ja, oder zumindest separat erfassen. Ein sauberer Wareneinsatz pro Gericht kann auf dem Papier gut aussehen, während die tatsächliche Marge durch Verschnitt und zu großzügige Vorbereitung aufgezehrt wird.

Wie oft sollte ich den Wareneinsatz neu berechnen?

Immer wenn sich Zutatenpreise spürbar ändern, mindestens aber einmal pro Saison, da sich Lieferantenpreise oft stärker verschieben, als die meisten Caterer im Alltag mitbekommen.

Ist ein niedrigerer Wareneinsatz immer besser?

Nicht unbedingt. Wird er zu niedrig angesetzt, wirkt das Gericht schnell dünn oder die Portion knapp, was Folgeaufträge kostet. Ziel ist eine nachhaltige Marge, nicht die niedrigstmögliche Zahl.

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