Wie berechnen Sie Preise für ein Cateringangebot?

Eine gute Preiskalkulation für Ihr Cateringangebot beginnt mit der Erfassung aller Kosten: Zutaten, Personal, Transport, Materialien und Gemeinkosten. Darauf basierend legen Sie Ihren Verkaufspreis und den entsprechenden Aufschlag fest. In der Praxis liegt die endgültige Netto-Gewinnmarge in der Cateringbranche im Durchschnitt bei 5–8 %, abhängig von der Art des Auftrags und Ihrer Effizienz.

Vergessen Sie außerdem nicht, zusätzliche Kosten wie Wochenend- und Abendzuschläge einzukalkulieren, und bauen Sie einen Puffer für unvorhergesehene Ausgaben ein.

Warum ist eine gute Preiskalkulation für Ihr Cateringangebot wichtig?

Eine genaue Preiskalkulation bildet die Grundlage Ihres unternehmerischen Erfolgs. Ohne eine solide Kalkulation riskieren Sie, Aufträge mit Verlust abzuwickeln, was Ihre Rentabilität untergräbt.

Eine professionelle Preiskalkulation verschafft Ihnen auch eine starke Wettbewerbsposition. Sie können bewusst günstigere Preise bei großen Aufträgen wählen oder bei exklusiven Events Premium-Preise ansetzen. Diese Flexibilität erhalten Sie nur, wenn Sie Ihre Kosten genau kennen.

Außerdem strahlt ein gut begründetes Angebot Professionalität gegenüber Ihren Kunden aus. Wenn Sie klar erklären können, warum Sie bestimmte Preise ansetzen, schafft das Vertrauen. Kunden schätzen Transparenz und sind oft bereit, für Klarheit mehr zu zahlen.

Welche Kosten müssen Sie in Ihre Cateringkalkulation einbeziehen?

Eine vollständige Kalkulation enthält alle Kostenpositionen, die bei einem Auftrag anfallen. Übersehen Sie Kosten, wirkt sich das direkt auf Ihre endgültige Marge aus.

Die Zutatenkosten sind meist am deutlichsten sichtbar, machen aber nur einen Teil des Gesamtbildes aus. Berechnen Sie diese pro Person und berücksichtigen Sie Saisonschwankungen und Lieferantenpreise.

Personalkosten sind oft der größte Kostenblock. Rechnen Sie nicht nur die Stunden während des Events ein, sondern auch Vorbereitungszeit, Reisezeit und eventuelle Überstunden. Vergessen Sie nicht, die Arbeitgeberanteile einzukalkulieren.

Aufbau des Cateringpreises

Diese Prozentwerte sind Richtwerte und können je nach Art des Events und Geschäftsmodell variieren.

Transportkosten umfassen Kraftstoff, Fahrzeugverschleiß und gegebenenfalls die Anmietung von Zusatztransport. Bei Materialien denken Sie an Geschirr, Tischwäsche, Kochgeschirr und Dekoration.

Gemeinkosten wie Miete, Versicherungen, Telefon und Verwaltung verteilen Sie auf alle Ihre Aufträge. Auch unvorhergesehene Kosten verdienen einen Platz in Ihrer Kalkulation – zum Beispiel für kurzfristig benötigte Zutaten oder zusätzliches Personal.

Wie berechnen Sie die Kalkulation Ihres Cateringmenüs?

Die Kalkulation pro Person beginnt mit der Berechnung Ihrer Zutatenkosten. Erstellen Sie für jedes Gericht eine Rezeptkarte mit genauen Mengen und aktuellen Einkaufspreisen.

Berechnen Sie anschließend Ihre Netto-Zutatenkosten pro Portion und addieren Sie einen Aufschlag von etwa 5–15 % für Schwund und Ausfall. Die genaue Marge hängt vom Typ des Events und dem Kontrollgrad in Ihrer Küche ab. In der Praxis wird dies im Rahmen von Foodcost-Kalkulationen in der Gastronomie standardmäßig berücksichtigt.

Für Personalkosten betrachten Sie die gesamte Zubereitungszeit des Menüs und die Anzahl der eingesetzten Mitarbeiter. Teilen Sie diese Gesamtstunden durch die Anzahl der Gäste, um zu einer Kalkulation pro Person zu gelangen. Ein umfangreiches Drei-Gänge-Menü erfordert in der Regel mehr Vorbereitung und Personaleinsatz als ein einfaches Mittagessen, wird aber stets in Chargen vorbereitet und nicht pro einzelnem Gast.

Die Portionsgröße spielt außerdem eine wichtige Rolle in Ihrer Kalkulation. Berücksichtigen Sie den Typ des Events: Bei einem Stehempfang essen Gäste in der Regel weniger als bei einem ausgiebigen Dinner. Indem Sie Ihre Portionen darauf abstimmen, vermeiden Sie unnötige Kosten und Verschwendung.

Welche Gewinnmarge sollten Sie bei Cateringaufträgen ansetzen?

Eine gesunde Preisgestaltung im Catering basiert auf einem angemessenen Aufschlag auf Ihre Gesamtkosten, abgestimmt auf den Auftragstyp und das Risikoprofil. In der Praxis liegt dieser Aufschlag häufig zwischen 20 % und 40 %, abhängig von Faktoren wie Komplexität, Kundenbeziehung und gewünschter Marge. Gleichzeitig zeigen Branchenanalysen von Rabobank dass die Margen in der Gastronomie durch steigende Kosten unter Druck stehen, was die Bedeutung einer genauen Kalkulation unterstreicht.

Bei Standardaufträgen mit Bestandskunden können Sie in der Regel mit einem niedrigeren Aufschlag arbeiten. Bei komplexen Events, Sonderanfertigungen oder Neukunden liegt dieser Aufschlag häufig höher, um zusätzliche Risiken und den Mehraufwand abzudecken.

Saison und Auslastung spielen dabei ebenfalls eine Rolle. In der Hochsaison ist mehr Spielraum für höhere Preise vorhanden, während Sie in ruhigeren Zeiten mitunter schärfer kalkulieren müssen, um Aufträge zu gewinnen.

Auch der Umfang des Auftrags ist entscheidend. Größere Events bieten Skaleneffekte, sodass Sie bei einem niedrigeren Aufschlag pro Person dennoch eine gesunde Rendite erzielen. Kleinere, arbeitsintensive Aufträge erfordern hingegen einen höheren Preis, um rentabel zu bleiben.

Wie gehen Sie mit Zusatzkosten und Zuschlägen in Ihrem Angebot um?

Zusatzleistungen und Zuschläge kommunizieren Sie stets vorab und so transparent wie möglich an Ihre Kunden. Das verhindert Diskussionen im Nachhinein und sorgt für klare Erwartungen.

In der Gastronomie und im Catering wird häufig mit Zuschlägen für Abend- und Wochenendarbeit gearbeitet, da die Personalkosten dann höher sind. In der Praxis liegen diese Zuschläge oft zwischen 25 % und 50 % auf den regulären Stundenlohn, abhängig vom Tarifvertrag und den Vereinbarungen in Ihrem Unternehmen.

Auch kurzfristige Änderungen verursachen zusätzliche Kosten – zum Beispiel durch Soforteinkäufe oder Umplanungen. Viele Caterer berechnen dafür einen Zuschlag von etwa 10 % bis 25 %, abhängig davon, wie kurzfristig vor dem Event die Änderung erfolgt und welche Auswirkungen sie auf die Organisation hat.

Besondere Wünsche wie allergenfreie Menüs, maßgeschneiderte Dekoration oder zusätzlicher Service erfordern zusätzliche Vorbereitung und Aufmerksamkeit. Hierfür wird in der Regel ein separater Preis berechnet, der auf zusätzlichem Einkauf, Arbeitsaufwand und Komplexität basiert.

Welche häufigen Fehler gibt es bei der Cateringpreiskalkulation?

Der häufigste Fehler bei Kalkulationen ist das Vergessen versteckter Kosten. Viele Caterer konzentrieren sich auf Zutaten und direkte Personalkosten, berücksichtigen aber Vorbereitung, Reinigung und Verwaltung zu wenig.

Eine weitere Falle ist die Unterschätzung der gesamten Zubereitungszeit. Es geht nicht nur ums Kochen selbst, sondern auch um Einkauf, Mise-en-place, Transport und Spülen. Diese Stunden wirken sich direkt auf Ihre endgültige Kalkulation aus.

Auch die eigenen Stunden des Unternehmers werden häufig vergessen. Als Inhaber arbeiten Sie im operativen Betrieb mit – und das verdient eine Vergütung. Indem Sie Ihre eigenen Stunden einkalkulieren, erhalten Sie ein realistischeres Bild Ihrer Marge.

Auch saisonale Einflüsse auf Zutatenpreise werden häufig unterschätzt. Produkte wie Spargel oder Beeren können außerhalb der Saison deutlich teurer sein. Wenn Sie dies vorab berücksichtigen, verhindern Sie, dass Ihre Marge unter Druck gerät.

Schließlich werden Gemeinkosten häufig zu niedrig angesetzt. Denken Sie an Miete, Versicherungen, Verwaltung und Marketing. Diese Kosten müssen auf Ihre Aufträge verteilt werden, um zu einer gesunden und nachhaltigen Preisgestaltung zu gelangen.

Aus Zahlen des Centraal Bureau voor de Statistiek (CBS) zeigt sich, dass die Gewinnmargen in der Gastronomie strukturell unter Druck stehen – durch steigende Personal- und Einkaufskosten. Das unterstreicht, wie wichtig es ist, alle Kosten sorgfältig in Ihre Kalkulation einzubeziehen.

Wichtige Punkte zur Preiskalkulation im Überblick

Eine gute Preiskalkulation erfordert ein systematischen Vorgehens und regelmäßige Anpassung Ihrer Preise. Behalten Sie Ihre Kosten genau im Blick und passen Sie Ihre Preise an, wenn es nötig ist.

Investieren Sie Zeit in den Aufbau eines guten Systems für Ihre Kalkulation. Das zahlt sich schnell in besseren Margen und weniger Stress bei der Angebotserstellung aus.

Vergessen Sie nicht, Ihre Preise regelmäßig zu überprüfen. Steigende Kosten für Zutaten, Personal oder Kraftstoff erfordern eine Anpassung Ihrer Preise.

Für eine effiziente Bearbeitung Ihrer Angebote und Preiskalkulationen kann Software wie wir bei Catermonkey anzubieten, eine wertvolle Unterstützung bieten. Unsere Lösung automatisiert Kalkulationen, behält Ihre Margen im Blick und stellt sicher, dass Sie keine Kosten vergessen. So erstellen Sie schneller professionelle Angebote und haben mehr Zeit für Ihre Kunden.

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Analysieren Sie Ihre Zahlen, testen Sie verschiedene Szenarien und entdecken Sie, wo Sie optimieren können – von Zutaten und Personalkosten bis hin zu Ihrem endgültigen Preis pro Gast. So steuern Sie einfach nach und verhindern, dass Ihre Marge unbemerkt schwindet.

Haben Sie danach noch Fragen oder möchten Sie über Ihre Situation sprechen? Nehmen Sie gerne Kontakt nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf – wir denken gerne mit Ihnen mit!

Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollten Sie Ihre Cateringpreise an Marktveränderungen anpassen?

Überprüfen Sie Ihre Preise mindestens jedes Quartal sowie bei signifikanten Kostensteigerungen bei Zutaten oder Personal. So verhindern Sie, dass Ihre Margen unbemerkt unter Druck geraten.

Beobachten Sie außerdem Ihren Wettbewerb, aber basieren Sie Ihre Preise vor allem auf Ihrer eigenen Kostenstruktur und dem gewünschten Ertrag. In der Praxis sind die Gewinnmargen in der Cateringbranche relativ niedrig, weshalb es wichtig ist, rechtzeitig gegenzusteuern, wenn Ihre Rentabilität nachlässt.

Kommunizieren Sie Preisänderungen stets klar und rechtzeitig an Bestandskunden, damit die Erwartungen transparent bleiben und Sie professionell auftreten.

Was tun Sie, wenn ein Kunde Ihr Angebot zu teuer findet?

Erklären Sie transparent, wie Sie zu Ihrem Preis gekommen sind und welchen Mehrwert Sie bieten. Schlagen Sie Alternativen vor, wie ein einfacheres Menü, weniger Service oder einen anderen Veranstaltungsort. Gehen Sie nie unter Ihre Kalkulationskosten – das untergräbt Ihr Unternehmen langfristig.

Wie berechnen Sie den richtigen Preis für eine neue Speisekarte ohne Erfahrung?

Beginnen Sie damit, Ihr Menü zu testen, um genaue Zubereitungszeiten und Mengen zu ermitteln. Durch Probekochen erhalten Sie Einblick in Ihre tatsächlichen Kosten und den benötigten Zeitaufwand.
Planen Sie bei neuen oder unbekannten Gerichten zusätzliche Vorbereitungszeit ein. Ein Puffer von etwa 10–20 % zusätzlicher Zeit ist dabei eine realistische Richtgröße.

Testen Sie Ihr Menü in kleiner Runde – zum Beispiel mit Freunden oder der Familie –, um Portionen, Geschmack und Timing zu verfeinern, bevor Sie es kommerziell einsetzen.

Arbeiten Sie anfangs mit einem größeren Aufschlag auf Ihre Kalkulation, um Unsicherheiten aufzufangen. Mit zunehmender Erfahrung und genaueren Zahlen können Sie diesen schrittweise optimieren.

Sollten Sie für verschiedene Kundentypen unterschiedliche Preise ansetzen?

Ja, das ist üblich und sinnvoll. Geschäftskunden zahlen aufgrund von Komplexität und Serviceanforderungen häufig höhere Preise als Privatpersonen. Hochzeitskunden akzeptieren Premium-Preise für Exklusivität. Achten Sie jedoch darauf, Ihre Preisstruktur innerhalb jeder Kundenkategorie konsistent zu halten.

Wie vermeiden Sie, dass bei komplexen Events Kosten vergessen werden?

Verwenden Sie eine Standard-Checkliste mit allen möglichen Kostenpositionen und erstellen Sie für jeden Event eine detaillierte Planung. So vermeiden Sie, dass Sie wichtige Punkte übersehen.

Planen Sie außerdem einen Puffer für unvorhergesehene Kosten ein. In der Praxis liegt dieser häufig bei 5–15 %, abhängig vom Typ des Events und dem Grad der Planungssicherheit in Ihrer Kalkulation.

Halten Sie schließlich alle Sonderwünsche des Kunden klar und schriftlich in Ihrem Angebot fest, damit die Erwartungen eindeutig sind und Sie hinterher keine Überraschungen erleben.

Wann sollten Sie ein Vorschuss verlangen und wie hoch sollte es sein?

Fordern Sie bei Aufträgen über 500 € ein Vorschuss beim Vertragsabschluss. In der Praxis liegt dieses Vorschuss häufig zwischen 30 % und 50 % des Gesamtbetrags, abhängig von Umfang und Komplexität des Auftrags.

Bei Neukunden oder größeren Events wird häufig ein höheres Vorschuss verlangt – zum Beispiel rund 50% –, um Risiken zu minimieren.

Eine Anzahlung deckt einen Teil Ihrer Einkaufskosten und bietet finanzielle Sicherheit bei eventuellen Stornierungen.

Wie gehen Sie mit Preiskonkurrenz durch günstigere Anbieter um?

Konzentrieren Sie sich auf Ihren Mehrwert: Qualität, Service, Zuverlässigkeit und Erfahrung. Kommunizieren Sie klar, was Kunden für ihr Geld zusätzlich erhalten. Versuchen Sie nicht, ausschließlich über den Preis zu konkurrieren – das führt zu einem Wettbewerb nach unten und schadet der gesamten Branche.

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