Foodservice HOMiES
Catermonkeys Weg zur internationalen Softwareplattform
Um 2012 stieß Maty Van Geirt in seinem Cateringbetrieb täglich auf dasselbe Problem. Angebote, Planung, Einkauf und Verwaltung waren verteilt über Excel-Dateien, manuelle Berechnungen und Papier. Das bedeutete viel Verwaltungsarbeit und ständig erneutes Übertragen von Informationen.
Über Umwege lernte er Marten Sytema kennen, einen niederländischen Softwareentwickler, der an einer digitalen Lösung für Caterer arbeitete. Der Gedanke dahinter sprach Maty an: weniger Papier, mehr Überblick und verschiedene Prozesse in einem System zusammenführen.
Maty begann, die Software in seinem eigenen Cateringbetrieb zu nutzen. Damit begann auch eine jahrelange Zusammenarbeit.
Sechs Jahre Entwicklung aus der Cateringpraxis
Sechs Jahre lang nutzte Maty die Software für seine tägliche Arbeit. Schwachstellen kamen dadurch von selbst ans Licht. Marten baute, Maty testete, und gemeinsam verbesserten sie das System. Später stießen auch andere Nutzer dazu, die aus ihrer eigenen Praxis Feedback gaben.
Dieser lange Vorlauf wurde ein wichtiger Teil von Catermonkey. Maty kannte die Cateringpraxis von innen und wusste, was an einem stressigen Wochenende passiert, bei einer Last-Minute-Änderung oder wenn Informationen zwischen Verkauf und Küche nicht richtig weitergegeben werden.
Seine Rolle entwickelte sich dadurch auf besondere Weise: Maty war zunächst jahrelang Nutzer und wurde danach Mitgründer.
Vom internen Hilfsmittel zu Catermonkey
Um 2018 beschlossen Marten und Maty, die Software für andere Cateringbetriebe nutzbar zu machen. Sie formalisierten ihre Zusammenarbeit, bauten einen großen Teil der Software neu auf und arbeiteten von einer Scheune in Retie aus weiter an der Plattform. Etwa zehn Kunden halfen in dieser Phase als Fokusgruppe mit.
2018 wurde Catermonkey eingeführt. Die Software bringt den Weg von Anfrage und Angebot bis Planung, Einkauf und Rechnungsstellung zusammen. Verkauf und Küche können dadurch aus demselben System heraus arbeiten.
Catermonkey begann mit vier Kunden in der Kempen-Region und dem Raum Amsterdam. Von dieser ersten Gruppe aus wurde die Plattform weiterentwickelt.
Die Cateringpraxis als Grundlage
Der Gedanke hinter Catermonkey ist seit den ersten Jahren derselbe geblieben: so viel administrative Handarbeit wie möglich aus dem Catering nehmen und Informationen in einer Umgebung zusammenführen.
Matys praktische Erfahrung spielte eine wichtige Rolle in der Entwicklung. Seine jahrelange Erfahrung als Caterer wurde mit der technischen Expertise von Marten kombiniert. So konnte die Software jahrelang im täglichen Betrieb genutzt, getestet und verbessert werden, bevor Catermonkey weiter auf den Markt ging.
Darin steckt auch eine wichtige unternehmerische Lehre. Indem man nah am Tagesgeschäft blieb, wurde immer wieder sichtbar, wo Caterer in ihrer täglichen Arbeit auf Hindernisse stießen und wo die Software weiter verbessert werden konnte.
Von den Benelux-Ländern zu neuen Märkten
Nach dem Wachstum in den Benelux-Ländern ging Catermonkey 2025 den nächsten Schritt: die Internationalisierung. Es entstand eine französische Variante mit eigener Website und Positionierung, gefolgt von einer englischen Version.
Dabei zeigte sich, dass ein neuer Markt mehr verlangt als nur das Übersetzen von Software und Kommunikation. Vorschriften, Vertragsformen und Kundenerwartungen unterscheiden sich von Land zu Land. Das erfordert Kenntnis des lokalen Marktes und einen Ansatz, der dazu passt.
Im April 2026 war Catermonkey mit Kunden im Vereinigten Königreich, in Frankreich, Deutschland, Österreich, Bolivien und Mexiko aktiv. Weitere Expansion ist ebenfalls geplant.
Damit hat Catermonkey eine erhebliche Entwicklung durchlaufen, seit die erste Version jahrelang im eigenen Cateringbetrieb getestet wurde. Die Cateringpraxis bleibt dabei der Ausgangspunkt für die weitere Entwicklung der Plattform.
Wobei Catermonkey jetzt Unterstützung sucht
Catermonkey konzentriert sich jetzt auf weiteres Wachstum innerhalb und außerhalb der Benelux-Länder. Gerade bei diesem Schritt sind neue Verbindungen wertvoll.
Aus dem HOMiES-Netzwerk können Kontakte zu Fachleuten interessant sein, die diese Märkte und die lokale Cateringbranche gut kennen. Denken Sie zum Beispiel an das Teilen von Marktwissen, Erfahrungen oder passenden Einführungen, die Catermonkey beim weiteren internationalen Wachstum helfen können. Sind Sie in der Cateringbranche aktiv, haben Sie Erfahrung mit einem der Märkte, in denen Catermonkey weiter wächst, oder sehen Sie aus Ihrem Netzwerk eine interessante Verbindung? Dann nehmen Sie Kontakt auf, um sich kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen.
Dieser Artikel erschien ursprünglich als HOMiES Startup Story auf Foodservice HOMiES.