Was ist ein unverbindliches Angebot?

Ein unverbindliches Angebot ist eine Preisangabe, bei der Sie als Caterer angeben, was die Kosten und Bedingungen sind, ohne dass der Kunde sofort verpflichtet ist zuzustimmen.

Solange das Angebot nicht angenommen wurde, können Sie es grundsätzlich anpassen oder zurückziehen. Das schafft Spielraum – zum Beispiel bei wechselnden Einkaufspreisen, Verfügbarkeiten oder Veranstaltungen, bei denen noch nicht alles feststeht.

Hinweis: Ein unverbindliches Angebot ist nicht per se „folgenlos". Sobald der Kunde das Angebot annimmt und Einigkeit über den Inhalt besteht, kann ein Vertrag entstehen – und Sie sind an die getroffenen Vereinbarungen gebunden.

Gemäß der Rijksoverheid und der juristischen Auslegung, die an das Burgerlijk Wetboek Boek 6 gilt:

  • Ein Angebot ist grundsätzlich ein Angebot
  • Bei Annahme kann eine Vertrag entstehen
  • Ein unverbindliches Angebot darf in manchen Fällen noch widerrufen werden, auch nach Annahme, sofern dies unverzüglich geschieht

Was bedeutet ein unverbindliches Angebot genau?

Ein unverbindliches Angebot gibt Ihnen als Caterer die Möglichkeit, eine Preisangabe zu machen, ohne dass der Kunde sofort zu einer Zusage verpflichtet ist.

Im Gegensatz zu einem verbindlichen Angebot können Sie ein unverbindliches Angebot grundsätzlich noch anpassen oder zurückziehen, solange es nicht angenommen wurde.

Hinweis: Juristisch ist das differenzierter. Wenn ein Kunde ein unverbindliches Angebot annimmt, kann dennoch ein Vertrag entstehen. In manchen Fällen haben Sie nach der Annahme noch eine kurze Möglichkeit, das Angebot zu widerrufen – das müssen Sie jedoch aktiv tun.

Für Cateringunternehmen ist das relevant. Sie arbeiten mit wechselnden Einkaufspreisen, Verfügbarkeiten und Veranstaltungen, bei denen sich Details noch ändern können. Ein unverbindliches Angebot schafft Spielraum, ist aber keine Garantie, dass Sie an nichts gebunden sind.

Der Unterschied zu einem verbindlichen Angebot liegt vor allem in der Phase vor der Annahme. Bei einem unverbindlichen Angebot haben Sie mehr Flexibilität – nach der Annahme gelten jedoch grundsätzlich die getroffenen Vereinbarungen.

Wann verwenden Sie ein unverbindliches Angebot?

Ein unverbindliches Angebot verwenden Sie vor allem dann, wenn noch nicht alle Details einer Anfrage feststehen. Zum Beispiel bei einer ersten Preisindikation für einen Kunden, bevor alle Wünsche, Personenzahlen oder Logistikfragen geklärt sind.

Für Cateringunternehmen ist das häufig der Fall bei:

  • Anfragen, bei denen die Gästezahl noch variieren kann
  • Veranstaltungen, deren genaue Ausgestaltung noch nicht vollständig feststeht
  • Situationen, in denen Einkaufspreise oder Verfügbarkeit noch unsicher sind

Auch bei größeren oder komplexeren Veranstaltungen wie Hochzeiten oder Firmenfeiern ist ein unverbindliches Angebot praktisch. Sie behalten die Möglichkeit, später nachzujustieren, ohne sofort an einen Festpreis gebunden zu sein.

Wenn Sie mit externen Lieferanten oder Abhängigkeiten arbeiten (z. B. Veranstaltungsort oder Materialmiete), hilft ein unverbindliches Angebot dabei, erst Klarheit zu gewinnen, bevor Sie verbindliche Vereinbarungen treffen.

Wichtig: Ein unverbindliches Angebot ist vor allem als Zwischenschritt gedacht. Sobald alles konkret ist, arbeiten Sie auf ein verbindliches Angebot hin.

Möchten Sie besser verstehen, wie ein vollständiges Angebot aufgebaut ist? Lesen Sie dann auch, was ein Catering-Angebot genau bedeutet.

Was ist der Unterschied zwischen einem unverbindlichen und einem verbindlichen Angebot?

Der Unterschied liegt vor allem darin, was vor und nach der Annahme passiert. Bei einem verbindliches Angebot liegen die Vereinbarungen fest, sobald der Kunde zustimmt. Bei einem unverbindlichen Angebot haben Sie vor der Annahme mehr Spielraum.

Aspekt Unverbindliches Angebot Verbindliches Angebot
Rechtlicher Status vor der Annahme Keine direkte Verpflichtung Grundsätzlich verbindlich bei Annahme
Nach Annahme Kann dennoch zu einem Vertrag führen Führt zu einem Vertrag
Anpassen oder zurückziehen Möglich, solange kein Einverständnis vorliegt Nur nach Rücksprache nach Annahme
Verwendung Erste Preisindikation, unsichere Anfragen Konkrete Anfragen mit festen Vereinbarungen
Kommunikation „Unverbindlich" klar angeben Bedingungen und Gültigkeit ausdrücklich festhalten

Kommunizieren Sie immer klar, welche Art von Angebot Sie versenden. So vermeiden Sie Missverständnisse und Diskussionen im Nachhinein.

Wann wird ein Angebot verbindlich?

Wie erstellen Sie ein professionelles unverbindliches Angebot?

Beginnen Sie mit einem klaren Titel, aus dem hervorgeht, dass es sich um ein unverbindliches Angebot geht. So vermeiden Sie Missverständnisse über den Status der Preisangabe.

Stellen Sie sicher, dass Ihr Angebot mindestens Folgendes enthält:

  • Kundendaten und Ihre eigenen Unternehmensdaten
  • Datum und Angebotsnummer
  • Beschreibung der Veranstaltung oder der Anfrage
  • Kostenübersicht (z. B. Catering, Personal, Material)
  • Deutlicher Hinweis, dass das Angebot unverbindlich ist
  • Gültigkeitsdauer des Angebots
  • Bedingungen und was inbegriffen ist und was nicht

Sind Sie unsicher, was genau in ein formelles Angebot gehört? Sehen Sie sich dann auch dieses Beispiel eines formelles Angebot.

Seien Sie konkret, lassen Sie aber Spielraum, wo noch Unsicherheiten bestehen – etwa bei Personenzahlen, Menüoptionen oder Logistik.

Verwenden Sie nach Möglichkeit Angebotssoftware für Ihr Cateringunternehmen. Das hilft Ihnen, strukturiert zu arbeiten, schneller vorzugehen und Fehler zu vermeiden.

Schließen Sie mit einem kurzen, klaren nächsten Schritt ab. Zum Beispiel:

„Möchten Sie, dass wir dieses Angebot in eine verbindliche Buchung umwandeln? Lassen Sie es uns wissen, dann legen wir alles für Sie fest.

Welche Vorteile bietet ein unverbindliches Angebot für Ihr Unternehmen?

Ein unverbindliches Angebot gibt Ihnen als Caterer vor allem mehr Spielraum in der Phase, bevor ein Kunde zustimmt.

Flexibilität bei Preis und Ausführung
Sie können eine Preisindikation geben und später nachjustieren, wenn sich Details ändern – etwa Personenzahlen, Menüwahl oder Logistik.

Schneller auf Anfragen reagieren
Sie müssen nicht sofort alles bis ins Detail ausarbeiten. Das macht es einfacher, schnell ein erstes Angebot zu versenden.

Mehr Klarheit für den Kunden
Sie können transparent kommunizieren, was noch unsicher ist. Das hilft dabei, Erwartungen besser zu steuern.

Raum zum Abstimmen und Verhandeln
Solange noch kein Einverständnis vorliegt, können Sie das Angebot auf Basis von Feedback oder Änderungen anpassen.

Weniger Missverständnisse in einem frühen Stadium
Indem Sie ausdrücklich mit einem unverbindlichen Angebot arbeiten, machen Sie deutlich, dass es sich um einen ersten Vorschlag handelt – keine verbindliche Vereinbarung.

Wie sorgen Sie dafür, dass Kunden Ihr unverbindliches Angebot ernst nehmen?

Ein unverbindliches Angebot wird ernster genommen, wenn Sie es genauso professionell behandeln wie ein verbindliches Angebot.

Auf ein professionelles Erscheinungsbild achten
Verwenden Sie eine klare Struktur, Ihr eigenes Corporate Design und fehlerfreie Texte. Auch bei einem unverbindlichen Angebot erwartet ein Kunde Qualität.

Seien Sie transparent über Status und nächste Schritte
Erklären Sie kurz, was „unverbindlich" bedeutet und was der nächste Schritt ist – zum Beispiel, wann Sie eine verbindliche Bestätigung erwarten oder wann Sie das Angebot in einen Vertrag umwandeln.

Das Angebot konkret gestalten
Geben Sie so viel Klarheit wie möglich über Inhalt, Preise und Bedingungen. Je konkreter Sie sind, desto seriöser wirkt das Angebot.

Vertrauen aufbauen
Zeigen Sie, dass Sie Erfahrung mit vergleichbaren Veranstaltungen haben. Denken Sie an eine kurze Erläuterung, Beispiele oder frühere Referenzen – ohne zu übertreiben.

Aktiv nachfassen
Nehmen Sie nach dem Versand des Angebots aktiv Kontakt auf. Fragen Sie, ob alles klar ist und ob noch Anpassungen nötig sind.

Geben Sie einen realistischen nächsten Schritt an
Geben Sie an, wann Sie das Angebot konkretisieren oder in eine verbindliche Vereinbarung umwandeln können. Das zeigt, dass Sie strukturiert arbeiten.

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