Wie hoch ist die Gewinnmarge einer Eventlocation?
Eine Eventlocation verdient auf zwei Wegen: an der Vermietung des Raums und an Essen und Trinken. Diese beiden haben ganz unterschiedliche Margen. In diesem Artikel erfahren Sie, was eine gesunde Gewinnmarge für eine Eventlocation ist, welche Kosten sie bestimmen und wie Sie sie selbst berechnen.
Was ist eine gesunde Gewinnmarge für eine Eventlocation?
Eine gesunde Nettomarge für eine Eventlocation liegt meist zwischen 10 % und 20 %, höher als bei einem Cateringunternehmen ohne eigene Immobilie. Das liegt daran, dass ein Teil Ihres Umsatzes aus der Vermietung des Raums stammt, dem relativ wenig variable Kosten gegenüberstehen, sobald die Immobilie einmal steht. Essen und Trinken obendrauf haben eine Marge, die näher an der eines Restaurants oder Caterers liegt. Eine Location, die die Immobilie auch außerhalb der Hochsaison gut auslastet, erreicht oft die obere Grenze dieser Spanne.
Welche Kosten bestimmen die Gewinnmarge Ihrer Eventlocation?
Miete oder Hypothek und Instandhaltung der Immobilie sind meist Ihr größter Fixkostenposten, oft 15-25 % Ihres Umsatzes. Personal, etwa Service, Reinigung und Sicherheit bei größeren Events, kommt meist mit 20-30 % obendrauf. Wenn Sie selbst auch Catering anbieten, zählen die Zutatenkosten separat, meist 25-35 % des F&B-Umsatzes, vergleichbar mit einem Cateringunternehmen. Dazu kommen Marketing- und Buchungskosten, etwa Provisionen an Hochzeitsplattformen oder Eventagenturen (3-8 %), sowie Versicherung und Genehmigungen für größere Veranstaltungen.
Wie berechnen Sie die Gewinnmarge Ihrer Eventlocation?
Die Formel ist dieselbe wie für jedes andere Cateringunternehmen: (Umsatz − Gesamtkosten) ÷ Umsatz × 100 = Nettogewinnmarge in Prozent. Rechnen Sie immer mit Beträgen netto ohne Mehrwertsteuer: Der Mehrwertsteuersatz auf Vermietung und auf Essen und Trinken unterscheidet sich je nach Land und kann sich sogar innerhalb eines Landes zwischen Raumvermietung und F&B unterscheiden.
Ein Rechenbeispiel: Ihre Eventlocation macht 40.000 € Umsatz (netto) im Monat, davon 15.000 € aus reiner Raumvermietung und 25.000 € aus Catering und Getränken. Ihre Kosten sind 9.000 € für Immobilie und Instandhaltung, 10.000 € für Personal, 8.000 € für Zutaten und Getränke, 2.000 € für Marketing und Buchungsprovisionen und 1.500 € für Versicherung und Sonstiges. Gesamtkosten: 30.500 €. Gewinn: 9.500 €. Gewinnmarge: (40.000 € − 30.500 €) ÷ 40.000 € × 100 = etwa 24 % brutto, und nach Abzug Ihres eigenen Gehalts oder Unternehmerlohns kommen Sie meist auf 12-18 % netto.
Rechnen Sie die Marge auf Raumvermietung und auf F&B getrennt durch. So sehen Sie direkt, ob es sich lohnt, selbst Catering anzubieten, oder ob Sie besser mit einem externen Caterer zusammenarbeiten, wie wir in eigenes Catering oder externe Caterer für Ihre Location erläutern.
Welche Faktoren beeinflussen Ihre Gewinnmarge?
Die Saison spielt eine große Rolle. Hochzeiten und sommerliche Firmenevents erreichen ihren Höhepunkt im Frühjahr und Herbst, während die Wintermonate oft ruhiger sind, sofern Sie nicht auf Feiertagscatering setzen. Eine Location, die Buchungen übers ganze Jahr verteilt, hält eine viel stabilere Marge als eine Location, die nur in der Hochsaison ausgebucht ist.
Auch die Art der Veranstaltung macht einen Unterschied: Firmenevents werden oft kurzfristiger gebucht, bringen aber pro Gast weniger ein als Hochzeiten, bei denen Kunden in der Regel mehr für Essen, Getränke und Dekoration ausgeben. Und die Entscheidung, ob Sie eigenes Catering anbieten oder externe Caterer zulassen, verschiebt, woher Ihre Marge kommt: Eigenes Catering bringt mehr Umsatz pro Event, aber auch mehr Risiko und feste Personalkosten.
Wie steigern Sie die Gewinnmarge Ihrer Eventlocation?
Beginnen Sie bei Ihrer Auslastung außerhalb der Hochsaison: ein Firmen-Umtrunk unter der Woche oder ein winterliches privates Dinner füllt Tage, die sonst leer blieben, bei relativ geringen Zusatzkosten. Arbeiten Sie mit klaren Paketpreisen pro Veranstaltungsart, damit Sie im Voraus wissen, was eine Buchung einbringt, statt es erst im Nachhinein festzustellen.
Rechnen Sie Raumvermietung und F&B pro Event getrennt durch, damit Sie wissen, welcher Teil Ihres Umsatzes tatsächlich Gewinn bringt. Software, die Angebote, Planung und Rechnungsstellung pro Event verwaltet, wie Catermonkey, gibt Ihnen direkten Einblick, welche Buchungen sich am meisten lohnen, ohne dass Sie im Nachhinein in Tabellen suchen müssen, wo die Marge geblieben ist.
Häufig gestellte Fragen
Ist die Raumvermietung profitabler als das Catering?
Meist schon, weil dem relativ wenig variable Kosten gegenüberstehen, sobald die Immobilie einmal steht. Catering hat eine Marge, die näher an der eines Restaurants liegt, wegen der Zutaten- und Personalkosten, die dazukommen.
Ist es besser, selbst Catering anzubieten oder externe Caterer zuzulassen?
Das hängt von Ihrer Auslastung und Ihrem Team ab. Eigenes Catering bringt mehr Umsatz pro Event, aber auch mehr Risiko und feste Personalkosten. Die Abwägung lesen Sie in eigenes Catering oder externe Caterer für Ihre Location.
Wie vermeide ich leere Monate außerhalb der Hochsaison?
Streuen Sie Ihr Angebot: Firmenevents, private Dinner und kleinere Zusammenkünfte füllen Wochentage und Wintertermine, die für Hochzeiten weniger gefragt sind. Eine stabilere Auslastung ergibt eine stabilere Marge, als sich nur auf die Hochsaison zu verlassen.
Wie oft sollte ich meine Gewinnmarge kontrollieren?
Mindestens monatlich, aber rechnen Sie nach einer intensiven Saison auch pro Event durch. So sehen Sie schnell, welche Art von Buchungen Ihre Marge tatsächlich verbessern und welche vor allem Kapazität kosten, ohne viel einzubringen.
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