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Wie hoch ist die Gewinnmarge eines Cateringunternehmens?

Wie hoch ist die Gewinnmarge eines Cateringunternehmens?

Ein Cateringunternehmen arbeitet vor Ort beim Kunden, ohne eigenes Lokal oder festen Standort. Das spart feste Kosten, macht aber Transport, Material und Personalplanung umso wichtiger für Ihre Marge. In diesem Artikel erfahren Sie, was eine gesunde Gewinnmarge ist, welche Kosten sie bestimmen und wie Sie sie selbst berechnen.

Wie hoch ist eine gesunde Gewinnmarge für ein Cateringunternehmen?

Eine gesunde Nettomarge für ein Cateringunternehmen liegt meist zwischen 5 % und 10 %. Das ist höher als bei einem Restaurant, da keine feste Miete für ein Lokal anfällt, aber ein Selbstläufer ist es auch nicht: Sie arbeiten vor Ort beim Kunden, und jede Veranstaltung bringt eigene Transport-, Material- und Personalkosten mit sich. Ein Unternehmen, das seine Angebote präzise kalkuliert und Auslastungsspitzen gut plant, erreicht das obere Ende dieser Spanne. Wer nach Gefühl kalkuliert und Personal erst spät einplant, landet eher bei 5 %.

Welche Kosten bestimmen die Gewinnmarge Ihres Cateringunternehmens?

Zutatenkosten sind meist Ihr größter Kostenpunkt, in der Regel 25-32 % des Umsatzes. Personal kommt meist mit 20-30 % hinzu, oft eine Mischung aus Festangestellten und Aushilfen, die Sie bei Spitzen zusätzlich buchen. Transport und Logistik zu den Veranstaltungsorten machen 3-8 % aus, abhängig von der Entfernung und ob Sie eigene Fahrzeuge oder einen Transportdienst nutzen. Material und Miete von Geschirr, Tischen und Zelten kommen mit weiteren 3-6 % hinzu. Dazu kommen feste Grundkosten: Versicherung, Buchhaltung und gegebenenfalls eine Küche zur Vorbereitung.

Wie berechnen Sie die Gewinnmarge Ihres Cateringunternehmens?

Die Formel ist dieselbe wie für jedes andere Cateringunternehmen: (Umsatz − Gesamtkosten) ÷ Umsatz × 100 = Nettogewinnmarge in Prozent. Rechnen Sie immer mit Beträgen ohne Mehrwertsteuer: Der MwSt.-Satz auf Speisen und Getränke ist von Land zu Land unterschiedlich, und die Mehrwertsteuer ist ohnehin kein Umsatz, sondern Geld, das Sie für das Finanzamt einziehen.

Ein Rechenbeispiel: Ihr Cateringunternehmen erzielt €30.000 Umsatz (netto) im Monat, verteilt auf mehrere Veranstaltungen. Ihre Kosten betragen €8.700 für Zutaten, €7.500 für Personal, €1.800 für Transport, €1.500 für Material und Miete sowie €2.000 für feste Kosten wie Versicherung und Buchhaltung. Gesamtkosten: €21.500. Gewinn: €8.500. Gewinnmarge: (€30.000 − €21.500) ÷ €30.000 × 100 = etwa 28 % brutto, und nach Abzug Ihres eigenen Gehalts oder Unternehmerlohns landen Sie meist bei 6-9 % netto.

Rechnen Sie das auch pro Veranstaltung durch, nicht nur pro Monat. Eine ausführliche Anleitung dazu, inklusive Rechenbeispiel pro Auftrag, finden Sie in Wareneinsatz berechnen und im Blick behalten.

Welche Faktoren beeinflussen Ihre Gewinnmarge?

Größe und Art der Veranstaltung machen viel aus. Große Veranstaltungen mit umfangreichem Menü bringen mehr Umsatz, aber auch mehr Koordination und Risiko, wenn etwas schiefgeht. Kleinere, wiederkehrende Aufträge bei Stammkunden sind oft planbarer, auch wenn die Marge pro Veranstaltung kleiner ist.

Auch Saison und Verteilung spielen eine Rolle: Ein Cateringunternehmen mit ganzjährigen Buchungen hält Personal und Einkauf stabiler als ein Unternehmen, das vor allem in der Hochsaison arbeitet und den Rest des Jahres improvisiert. Und wie genau Sie Ihre Margen pro Gericht kennen, entscheidet darüber, ob Sie präzise kalkulieren können, ohne sich selbst zu benachteiligen.

Wie steigern Sie die Gewinnmarge Ihres Cateringunternehmens?

Beginnen Sie beim Einkauf und Wareneinsatz: Rechnen Sie jedes Gericht einzeln durch und behalten Sie im Blick, wie viel nach einer Veranstaltung tatsächlich weggeworfen wird, wie in Wareneinsatz berechnen und im Blick behalten beschrieben. Kleine Einsparungen beim Einkauf summieren sich bei Veranstaltungen mit vielen Gästen schnell.

Planen Sie Personal und Transport so effizient wie möglich rund um Ihre Veranstaltungen, damit Sie nicht für Wartezeit oder doppelte Fahrten zahlen. Software, die Angebote, Planung und Einkauf pro Veranstaltung erfasst, wie Catermonkey, gibt Ihnen direkten Einblick, welche Aufträge sich am meisten lohnen und wo Ihre Marge verloren geht, ohne dass Sie es im Nachhinein in Tabellen zusammensuchen müssen.

Häufig gestellte Fragen

Ist ein Cateringunternehmen profitabler als ein Restaurant?

Meistens ja, da keine feste Miete für ein Lokal anfällt. Dem stehen jedoch Transport-, Material- und Personalkosten pro Veranstaltung gegenüber, daher ist die Marge höher, aber nicht enorm viel höher.

Welcher Kostenpunkt wird bei Cateringunternehmen am häufigsten unterschätzt?

Transport und Material. Fahrten zu den Veranstaltungsorten sowie Miete oder Anschaffung von Geschirr, Tischen und Zelten summieren sich schnell, besonders bei weiter entfernten Veranstaltungen oder aufwendiger Dekoration.

Sollte ich meine Marge pro Veranstaltung oder pro Monat berechnen?

Beides. Pro Monat sehen Sie, ob Ihr Unternehmen gesund ist, pro Veranstaltung sehen Sie, welche Art von Aufträgen tatsächlich Gewinn bringt. Rechnen Sie Letzteres separat durch, wie in Wareneinsatz berechnen und im Blick behalten erläutert.

Wie oft sollte ich meine Gewinnmarge überprüfen?

Mindestens monatlich, aber rechnen Sie nach einer arbeitsreichen Saison auch pro Veranstaltung durch. So sehen Sie schnell, welche Art von Aufträgen Ihre Marge tatsächlich verbessern und welche vor allem Zeit und Material kosten.

Möchten Sie pro Veranstaltung sehen, was Ihr Cateringunternehmen wirklich einbringt? Behalten Sie Angebote, Planung und Marge mit Catermonkey im Überblick.

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