Catering-Konzepte erklärt: Die wichtigsten Formen im Überblick
Von einem festlichen Hochzeitsdinner bis zum schnellen Snack auf einem Festival: Caterer arbeiten mit ganz unterschiedlichen Catering-Konzepten, oft ohne ihnen einen Namen zu geben. Dabei unterscheidet sich der Ansatz stark, bei Planung, Personal und Preisgestaltung. In diesem Artikel stellen wir die wichtigsten Catering-Konzepte vor, mit konkreten Beispielen.
Was sind Catering-Konzepte genau?
Ein Catering-Konzept beschreibt, wie Sie Ihren Service organisieren: wen Sie bedienen, wie das Essen präsentiert wird und welche Atmosphäre dazu passt. Im Catering bleiben Sie selten bei einem festen Konzept, Sie wechseln je nach Auftrag. Eine Hochzeit verlangt etwas ganz anderes als ein Bürolunch oder ein Festivalstand, auch wenn auf beiden Rechnungen "Catering" steht.
Zu wissen, welches Konzept zu einem Auftrag passt, hilft Ihnen sofort bei der Planung: wie viel Personal Sie brauchen, welche Ausstattung Sie mitnehmen und wie Sie den Preis aufbauen. Im Folgenden die Konzepte, die Ihnen als Caterer am häufigsten begegnen.
Die wichtigsten Catering-Konzepte
Hochzeitscatering
Eine Hochzeit ist für das Brautpaar oft ein einmaliges Ereignis, und das merkt man an allem: Die Wünsche sind persönlich, das Menü wird sorgfältig zusammengestellt, und das Timing muss auf die Minute stimmen. Wir haben bereits erklärt, warum eine Hochzeit anders abläuft als ein normales Event, und in Hochzeitscatering: was Brautpaare wirklich erwarten genauer beschrieben, worauf es ankommt.
Firmencatering
Unternehmen buchen Sie nicht für ein einmaliges Fest, sondern für wiederkehrende Lunches, Meetings und Teamtage. Die Erwartungen verschieben sich entsprechend: Zuverlässigkeit und reibungslose Rechnungsstellung zählen mehr als ein spektakuläres Menü. Für den Sonderfall der Firmenfeier, ob Sommerfest oder Weihnachtsfeier, gelten wieder andere Regeln, siehe Firmenfeier-Catering: was Unternehmen wirklich erwarten.
Foodtruck- und mobile Konzepte
Auf Festivals, Märkten und Firmenevents arbeiten Sie von einem mobilen Stand aus, oft mit kürzerer Karte und hohem Tempo. Genehmigungen, Stromversorgung und ein gut fließender Betrieb bei Andrang spielen dabei eine größere Rolle als bei einem servierten Dinner. Wir haben zusammengefasst, worauf Sie achten sollten, wenn Sie mit dem Foodtruck auf ein Festival gehen.
Trauercatering
Eine Trauerfeier wird selten lange im Voraus geplant, und der Ton ist ganz anders als bei einem festlichen Event: dezent, flexibel und zurückhaltend. Genau wie bei anderen Konzepten kommt es aber auch hier auf gute Vorbereitung in kurzer Zeit an. Für den klassischen deutschen Leichenschmaus im Anschluss an die Beisetzung gelten eigene Regeln, siehe Leichenschmaus richtig catern.
Banqueting
Bei großen, formellen Dinners an einem festen Ort, etwa einem Hotel oder Kongresszentrum, spricht man von Banqueting. Das Konzept dreht sich um einen engen Zeitplan, einen festen Aufbau und einen Service, der für viele Gäste gleichzeitig reibungslos läuft. Mehr dazu in was ist Banqueting, und wie unterscheidet es sich von Catering.
Serviceformen: Buffet, Walking Dinner und serviertes Menü
Neben der Art des Auftrags bestimmt auch die Serviceform, wie ein Event abläuft. Bei einem Buffet stellen sich die Gäste ihren Teller selbst an einem festen Punkt zusammen, bei einem Walking Dinner bewegen sich die Gäste zwischen verteilten Stationen, und beim servierten Menü bringt Ihr Team jeden Gang an einen festen Tisch. Dieselbe Hochzeit oder dasselbe Firmenevent kann also ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem, welche Form Sie wählen.
Auch ein Empfang ist ein eigenes Konzept in dieser Liste: kürzer als ein Umtrunk, an einen bestimmten Anlass gebunden, mit Häppchen, die die Getränke begleiten, statt eine Mahlzeit zu ersetzen.
Warum sich die Unterscheidung lohnt
Konzepte durcheinander zu planen ist ein häufiger Fehler: Ein Team, das an serviertes Menü gewöhnt ist, kommt nicht automatisch mit dem Tempo klar, das ein Festivalstand verlangt. Wenn Sie das Konzept vorab klar benennen, stimmen Sie Personal, Ausstattung und Preisgestaltung entsprechend ab, statt im Nachhinein festzustellen, dass die Besetzung nicht gepasst hat.
Es lohnt sich auch in der Kommunikation mit dem Kunden. Wer einen Firmenlunch bucht, erwartet einen anderen Ansatz als jemand, der eine Hochzeit plant. Diese Unterscheidung in Angebot und Website klar zu machen, schafft sofort das richtige Vertrauen.
Häufig gestellte Fragen
Muss ich mich auf ein Catering-Konzept spezialisieren?
Nicht unbedingt. Viele Caterer arbeiten mit mehreren Konzepten nebeneinander, etwa Hochzeiten und Firmencatering. Wichtig ist, dass Sie pro Auftrag klar wissen, welches Konzept zutrifft, damit Planung und Preisgestaltung stimmen.
Was ist der Unterschied zwischen einem Catering-Konzept und einer Serviceform?
Ein Catering-Konzept beschreibt die Art des Auftrags, etwa Hochzeit oder Firmencatering. Eine Serviceform beschreibt, wie innerhalb dieses Konzepts serviert wird, zum Beispiel Buffet, serviert oder Walking Dinner.
Ändert sich die Preisgestaltung je nach Catering-Konzept?
Ja. Firmencatering läuft oft mit festen Preisen pro Person und wiederkehrenden Vereinbarungen, während Hochzeiten und große Events mehr Maßarbeit und ein detaillierteres Angebot erfordern.
Kann ein Cateringbetrieb auch Banqueting-Aufträge übernehmen?
Ja, besonders bei größeren Events. Manche Caterer arbeiten sogar als fester Banqueting-Partner einer Location oder eines Hotels.
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