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Welche Genehmigung brauchen Sie für Ihren Foodtruck, und wie beantragen Sie sie?

Welche Genehmigung brauchen Sie für Ihren Foodtruck, wo beantragen Sie sie und wie viel Zeit kostet das? Das komplette Verfahren im Überblick.

Ohne die richtige Genehmigung dürfen Sie mit Ihrem Foodtruck nirgendwo stehen, auch nicht an einem Ort, an dem Sie früher schon standen. In diesem Artikel lesen Sie, welche Genehmigungen Sie brauchen, wo Sie sie beantragen und wie lange Sie auf eine Antwort warten müssen.

Welche Genehmigungen brauchen Sie?

Die Grundlage ist bei fast jeder Gemeinde gleich: eine Standplatzgenehmigung für den Ort, an dem Sie stehen, und eine Unternehmensregistrierung bei der Kamer van Koophandel. Arbeiten Sie mit Gas, einer Fritteuse oder offenem Feuer, kommt oft eine separate Brandschutzprüfung dazu. Stehen Sie auf dem Gelände eines Dritten, etwa einem Festival, Gewerbegebiet oder einer Veranstaltungslocation, regelt dieser meist selbst die Genehmigung oder das Anmeldeverfahren, unabhängig von der gemeindlichen Standplatzgenehmigung. Fragen Sie das immer nach, bevor Sie davon ausgehen, dass es geregelt ist.

Wo beantragen Sie eine Genehmigung?

Eine Standplatzgenehmigung beantragen Sie bei der Gemeinde, in der Sie stehen möchten, meist über das Omgevingsloket oder ein separates Antragsformular auf der Gemeinde-Website. Möchten Sie an mehreren festen Plätzen stehen, brauchen Sie pro Gemeinde eine eigene Genehmigung: Eine Genehmigung der einen Gemeinde gilt nicht automatisch in der Nachbargemeinde. Gehen Sie regelmäßig auf Festivals oder Firmenevents, läuft diese Anmeldung meist über den Veranstalter selbst, wie auch beschrieben in mit dem Foodtruck auf einem Festival.

Wie viel Zeit müssen Sie einplanen?

Rechnen Sie mit einigen Wochen bis zwei Monaten für eine gemeindliche Standplatzgenehmigung, je nach Gemeinde und wie viele andere Anträge gerade laufen. Beliebte Plätze in großen Städten arbeiten manchmal mit einer Warteliste oder einer jährlichen Verlosung, beantragen Sie also rechtzeitig, wenn Sie an einem bestimmten Ort stehen möchten. Für einmalige Veranstaltungen ist die Bearbeitungszeit meist kürzer, aber auch dort gilt: je früher Sie beantragen, desto größer die Chance auf einen guten Platz.

Genehmigung erledigt: und dann?

Sobald Ihre Genehmigung da ist, kommt der Rest der Vorbereitung: Hygiene- und HACCP-Anforderungen in Ordnung bringen, und ausrechnen, was diese Genehmigungskosten für Ihre Preise bedeuten. Für Letzteres, inklusive Rechenbeispiel, lesen Sie welche Genehmigungskosten Sie in Ihre Foodtruck-Preise einrechnen.

Häufig gestellte Fragen

Gilt eine Foodtruck-Genehmigung für das ganze Land?

Nein. Eine Standplatzgenehmigung gilt nur für die Gemeinde, die sie ausgestellt hat. Möchten Sie in mehreren Gemeinden stehen, beantragen Sie pro Gemeinde eine eigene Genehmigung.

Brauche ich für ein Festival auch eine Genehmigung der Gemeinde?

Meistens nicht separat: Die Festivalorganisation regelt die Veranstaltungsgenehmigung und die Standplätze auf dem Gelände selbst. Fragen Sie bei der Organisation nach, ob von Ihrer Seite noch etwas nötig ist, etwa ein gültiges Hygienezertifikat.

Wie lange dauert es, bis ich eine Genehmigung bekomme?

Bei Gemeinden meist einige Wochen bis zwei Monate. Beantragen Sie rechtzeitig, besonders für beliebte Plätze in großen Städten, wo manchmal mit einer Warteliste gearbeitet wird.

Was kostet eine Foodtruck-Genehmigung im Durchschnitt?

Das unterscheidet sich stark je nach Gemeinde und Standort. Ein vollständiges Rechenbeispiel, inklusive wie Sie diese Kosten in Ihre Preise einrechnen, finden Sie in welche Genehmigungskosten Sie in Ihre Foodtruck-Preise einrechnen.

Darf ich mit meinem Foodtruck ohne Standplatzgenehmigung auf Privatgelände stehen?

Die Zustimmung des Eigentümers ist der Anfang, aber selten die ganze Geschichte. Sobald Sie von diesem Gelände aus an die Öffentlichkeit verkaufen, kann die Gemeinde trotzdem Anforderungen stellen. Rufen Sie die Gemeinde an, bevor Sie einen Termin mit dem Grundstückseigentümer vereinbaren, dann wissen Sie gleich, ob Ihr Plan machbar ist.

Was passiert, wenn Sie ohne Genehmigung mit Ihrem Foodtruck stehen?

Sie riskieren ein Bußgeld und müssen den Platz sofort verlassen, mitten an einem Verkaufstag. Beim zweiten Mal schaut die Gemeinde bei einem späteren Antrag darauf zurück. Sie verlieren diesen Verkaufstag, und später womöglich auch Ihre Chance auf einen guten Stammplatz.

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